Perfekt trocknen – nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen
Das Trocknen ist der letzte und zugleich wichtigste Schritt im gesamten Anbauprozess. Hier entscheidet sich, ob aus einer guten Ernte ein außergewöhnliches Endprodukt wird – oder ob Terpene, Wirkstoffe und Qualität verloren gehen. Genau dieser kritische Abschnitt wurde über viele Jahre unterschätzt. Vor Dryferm war das Thema Trocknung geprägt von Halbwissen, Forenmythen und sogenannten „Broscience“-Regeln.
Erst durch Dryferm und die darauf folgenden wissenschaftlichen Untersuchungen wurde das Thema systematisch analysiert. In Zusammenarbeit mit Sanlight, einem der führenden Hersteller professioneller Grow-Technik, wurden umfangreiche Messreihen durchgeführt – mit überraschenden Ergebnissen.
Warum die klassische 60/60-Regel falsch ist
Über Jahrzehnte galt die sogenannte 60/60-Methode aus den USA als Standard:
60°F (ca. 16 °C) und 60 % relative Luftfeuchtigkeit.
Die neuen Untersuchungen von Sanlight zeigen jedoch, dass genau diese 60 % Luftfeuchte problematisch sind. Bei diesem Wert laufen Fermentationsprozesse ab, die Terpene, Cannabinoide und andere wertvolle Pflanzenstoffe abbauen. Das Ergebnis: schlechtere Aromen, geringere Potenz und ein deutlich höheres Risiko für Qualitätsverluste.
Der entscheidende Messwert ist dabei der sogenannte aw-Wert (Wasseraktivität). Er gibt an, wie viel „freies“ Wasser im Pflanzenmaterial vorhanden ist. Liegt dieser Wert über 0,8, können sich Schimmel, Bakterien und enzymatische Prozesse ungehindert ausbreiten. Ziel ist es daher, den aw-Wert möglichst früh unter diese Schwelle zu bringen.
Deshalb gilt:
Am Anfang zügig trocknen, um die Wasseraktivität schnell zu senken – danach kontrolliert und schonend stabilisieren.
Was Profis schon wussten – jetzt wissenschaftlich bewiesen
Was erfahrene Grower und Produzenten schon lange beobachtet haben, wurde nun erstmals sauber belegt:
Ein etwas aggressiverer Start der Trocknung schützt Terpene und Inhaltsstoffe besser als eine zu feuchte Umgebung.
Genau hier setzt Dryferm an. Die spezielle Folientechnologie reguliert das Mikroklima direkt an der Blüte. Terpene können nicht unkontrolliert entweichen, gleichzeitig wird überschüssige Feuchtigkeit gezielt abgeführt. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige, sichere und reproduzierbare Trocknung – unabhängig von Raumklima und Schwankungen.
Das optimale Trocknungsprotokoll
Basierend auf den Sanlight-Messungen und der aw-Wert-Analyse ergibt sich folgender idealer Ablauf:
Temperatur: 19–23 °C
Diese höhere Temperatur ist kein Fehler – sie ist notwendig, um den richtigen VPD-Bereich (Vapor Pressure Deficit) zu erreichen. Nur so kann Feuchtigkeit effizient aus dem Pflanzenmaterial abgeführt werden, ohne die Inhaltsstoffe zu schädigen.
Luftfeuchtigkeit im Verlauf:
-
Tag 1–3: 45 %
-
Tag 4–7: 50 %
-
Tag 7–12: 55 %
Der schnelle, trockene Start bringt den aw-Wert rasch unter die kritische Schwelle. Danach wird die Luftfeuchte langsam angehoben, um die Trocknung sanft abzuschließen, ohne Terpene oder Struktur zu verlieren.
Warum Dryferm den entscheidenden Unterschied macht
Viele wundern sich über diesen scheinbar aggressiven Trocknungskurs – doch genau darin liegt der Vorteil. Der Dryferm-Beutel schützt die Blüten in dieser Phase vor dem Entweichen der flüchtigen Aromastoffe. Terpene, Ester und andere empfindliche Verbindungen bleiben dort, wo sie hingehören: in der Blüte.
Gleichzeitig verhindert das kontrollierte Mikroklima im Beutel Schimmelbildung, Überfermentation und ungleichmäßiges Austrocknen. Das Resultat sind festere Buds, intensivere Aromen, höhere Wirkstoffstabilität und ein sichtbar besseres Endprodukt.
Fazit
Mit den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist klar:
Die alte 60/60-Regel gehört der Vergangenheit an. Moderne Trocknung basiert auf Wasseraktivität, VPD und gezielter Feuchtesteuerung – und genau dafür wurde Dryferm entwickelt.
Wer heute auf höchstem Niveau trocknen will, kommt an diesem System nicht mehr vorbei. Denn perfekte Blüten entstehen nicht beim Anbau – sie entstehen beim richtigen Trocknen.
Teilen

